Wissen Sie, lange genug habe ich sämtliche Kröten geschluckt und dazu gelächelt. Einzig und allein in der Hoffung, in Ruhe mit meinem Kind und meinem Mann leben zu können. Ich habe mich versucht anzupassen, wo jeder vernüftige Mensch nur den Kopf geschüttelt hätte. Nur für ein bisschen Ruhe und Akzeptanz. Doch wenn man Welten von einander entfernt ist, keinen gemeinsamen Nenner findet und immer nur das Schleschteste unterstellt bekommt, dann lohnt es sich nicht Energie und Zeit zu investieren. Und erst recht lohnt es sich nicht, sich selber und seinen Plan vom Glück zu verraten.
Meine Lebensfreude und meinen Stolz auf meine Familie lasse ich mir nicht von frustrierten neidischen Menschen nehmen!
Jetzt ist es Zeit meinen Plan vom Glück zu leben!
Montag, 19. September 2011
Samstag, 17. September 2011
Im Bett mit Herrn L.
Neben mir im Bett herrscht plötzlich der Ausnahmezustand. Der gesamte Amazonasregenwald fällt in einer Nacht einem großen Konzern zum Opfer, natürlich muss er vorher gerodet werden. Das Schlafzimmer ist plötzlich bevölkert von geschützten Tierarten, die vor dem infernalischem Lärm Schutz suchen. Greenpeace und der WWF trommeln an die Schlafzimmertüre, in der Hoffnung vielleicht die drohende Katastrophe noch aufhalten zu können.
Das Weltklima im Blick stupse ich Herrn L. an. Er reagiert nicht. Ich stupse fester. Er reagiert immer noch nicht. Wie um Himmelswillen soll ich die Erde retten, wenn der Mann neben mir nicht reagiert?!
Ich schlage auf die Matratze. Herr L. wacht auf.
" Bitte nicht schnarchen, dreh Dich auf die Seite." bitte ich ihn.
" Das war ich nicht!" gibt er im Brustton der Überzeugung von sich.
" Oh, tut mir leid, dann war das wohl der andere Mann hier." antworte ich ihm leicht genervt. Im Dunkeln kann ich nur das fragende Gesicht von Herrn L. erahnen. Kurz stutzt er, setzt sich leicht auf, schüttelt den Kopf und legt sich auf die Seite.
Welt gerettet!
Das Weltklima im Blick stupse ich Herrn L. an. Er reagiert nicht. Ich stupse fester. Er reagiert immer noch nicht. Wie um Himmelswillen soll ich die Erde retten, wenn der Mann neben mir nicht reagiert?!
Ich schlage auf die Matratze. Herr L. wacht auf.
" Bitte nicht schnarchen, dreh Dich auf die Seite." bitte ich ihn.
" Das war ich nicht!" gibt er im Brustton der Überzeugung von sich.
" Oh, tut mir leid, dann war das wohl der andere Mann hier." antworte ich ihm leicht genervt. Im Dunkeln kann ich nur das fragende Gesicht von Herrn L. erahnen. Kurz stutzt er, setzt sich leicht auf, schüttelt den Kopf und legt sich auf die Seite.
Welt gerettet!
Dienstag, 13. September 2011
Herr L. hat gefragt
Herr L. hat mich gefragt, was ich denn heute noch so vor habe.
Als erstes werde ich gleich meinen Freund Putin anrufen und mit ihm das nächste Event mit freiem Oberkörper absprechen. Der Sommer ist schliesslich fast vorbei und er, auch wenn er es gerne negiert, nicht mehr der jüngste. Dann werde ich den Raketenschacht bei uns im Garten staubsaugen und den ABC-Bunker neu tapezieren. Danach müsste der Lepoart in die Waschstrasse, aber das ist immer so ein Aufwand. Danach stünde noch ein Telefonat mit Frau Merkel an, Kochrezepte, Sie verstehen sicherlich. Und ihn hätte ich fast vergessen, Philipp Rösler, der gute, er bräuchte noch ein paar Tipps für die perfekte Rasur, damit die Pressefotos nicht immer so gruselig aussehen. Er hatte sich schon vorgestern gemeldet. Und dann geistert immer noch Herr Tritin bei uns im Vorgarten herum. Seitdem er gesagt bekommen hat, er sähe Bruce Willis ähnlich, herrscht hier das Chaos. Ständig schmeißt er sich vor fahrende Autos oder springt von Dächern. Das müsste ich auch endlich mal den Nachbarn erklären.
Und wenn dann noch ein bisschen Zeit bleibt, hätte ich heute noch eine kleine Abendveranstaltung mit dem Mossad. Einmal im Monat treffen wir uns zum geselligen Beisammensein und zum Gedankenaustausch zur politischen Weltlage, natürlich mit kleinen Snacks und guten Freunden von der anderen Seite. Aber Sie glauben gar nicht wie heikel so manche Saudis mit dem Essen sind. Heute kommt sogar Helmut Lotti, nachdem er seinen Gastauftritt in Guantanamo Bay erledigt hat. Er soll ja ein ganz netter Kerl sein.
So, und jetzt muss ich beeilen, denn die Sportgruppe vom MI6 fängt an.
Als erstes werde ich gleich meinen Freund Putin anrufen und mit ihm das nächste Event mit freiem Oberkörper absprechen. Der Sommer ist schliesslich fast vorbei und er, auch wenn er es gerne negiert, nicht mehr der jüngste. Dann werde ich den Raketenschacht bei uns im Garten staubsaugen und den ABC-Bunker neu tapezieren. Danach müsste der Lepoart in die Waschstrasse, aber das ist immer so ein Aufwand. Danach stünde noch ein Telefonat mit Frau Merkel an, Kochrezepte, Sie verstehen sicherlich. Und ihn hätte ich fast vergessen, Philipp Rösler, der gute, er bräuchte noch ein paar Tipps für die perfekte Rasur, damit die Pressefotos nicht immer so gruselig aussehen. Er hatte sich schon vorgestern gemeldet. Und dann geistert immer noch Herr Tritin bei uns im Vorgarten herum. Seitdem er gesagt bekommen hat, er sähe Bruce Willis ähnlich, herrscht hier das Chaos. Ständig schmeißt er sich vor fahrende Autos oder springt von Dächern. Das müsste ich auch endlich mal den Nachbarn erklären.
Und wenn dann noch ein bisschen Zeit bleibt, hätte ich heute noch eine kleine Abendveranstaltung mit dem Mossad. Einmal im Monat treffen wir uns zum geselligen Beisammensein und zum Gedankenaustausch zur politischen Weltlage, natürlich mit kleinen Snacks und guten Freunden von der anderen Seite. Aber Sie glauben gar nicht wie heikel so manche Saudis mit dem Essen sind. Heute kommt sogar Helmut Lotti, nachdem er seinen Gastauftritt in Guantanamo Bay erledigt hat. Er soll ja ein ganz netter Kerl sein.
So, und jetzt muss ich beeilen, denn die Sportgruppe vom MI6 fängt an.
Mittwoch, 24. August 2011
Kassengespräch
Anton sitzt friedlich in seiem Maxicosi und lässt sich geduldig durch den Supermarkt schleppen.Älteren Damen und Einkaufsbojen ausweichend gelangen wir schliesslich, mit viel mehr als eigentlich gedacht, zur Kasse. natürlich hatte ich keinen Wagen mitgenommen, natürlich, ich wollte ja nur zwei Sachen kaufen. Jetzt schleppe ich die volle Einkaufstasche, links, und Anton, rechts im Maxicosi, mit mir rum. An der Kasse stelle ich ihn ab, lade meine Beute aufs Band und hole tief Luft.Im Stillen überlege ich, wieviele blaue Flecken mich dieser Einkauf jetzt kosten wird.Wenn Sie meine Beine sehen würden, dann wüssten Sie wovon ich schreibe.Ein beladener Maxicosi ist nicht nur schwer, wenn man zu Autoagressionen neigt, ist es das optimale Gerät dafür! Wenn dieses Körbchen einem nicht vor die Beine schlägt, dann hängt es am Arm, und zwar so, dass es die gesamte Blutzirkulation auf der betreffenden Seite mit einem Schlag auslöscht.
Wir standen also an der Kasse, vor uns stand ein Endvierziger und stapelte seine spärlichen Einkäufe auf das Band. Er sah zu uns und bekam diesen, wirklich es gibt ihn, pädagogischen Blick.
" Es gibt Wägen, da kann man den Maxicosi oben drauf stellen!" sagte er.
Ich starrte ihn an!Och nö, dachte ich bei mir, diesmal ein Mann mit Ratschlägen. Ich lächelte ihn an. hilft ja eigentlich immer, nur bei ihm nicht. Er war doch sehr hartnäckig.
" Es gibt Einkaufswägen, da kann man den Maxicosi oben drauf stellen!"
Ich lächelte wieder etwas debieler. Als er aber zum dritten Mal ansetzten wollte, sah ich vom Lächeln ab und sagte genervt" Ich weiß! Ich wollte aber nicht so viel einkaufen!"
Verständnissvoll lächelte er mich an und erzählte in einem Schwall von seinem Sohn, der jetzt 14 jahre alt ist und ganz, wirklich gaaanz andere Probleme macht. Anton sah von unten zu mir hoch und steuerte eine Billy- Idol- Lippe zum Gespräch bei. Ich holte zum Schlag aus." warten Sie mal ab, bis das Thema Verhütung aktuell wird."
Der Gute, es muss wirklich ein guter sein, liess sich aber nicht beirren und redete fröhlich und herzensgut von seinem Sohn weiter, mit einem Glitzern in den Augen.
Mir blieb nichts anderes als zu lächeln...
Wir standen also an der Kasse, vor uns stand ein Endvierziger und stapelte seine spärlichen Einkäufe auf das Band. Er sah zu uns und bekam diesen, wirklich es gibt ihn, pädagogischen Blick.
" Es gibt Wägen, da kann man den Maxicosi oben drauf stellen!" sagte er.
Ich starrte ihn an!Och nö, dachte ich bei mir, diesmal ein Mann mit Ratschlägen. Ich lächelte ihn an. hilft ja eigentlich immer, nur bei ihm nicht. Er war doch sehr hartnäckig.
" Es gibt Einkaufswägen, da kann man den Maxicosi oben drauf stellen!"
Ich lächelte wieder etwas debieler. Als er aber zum dritten Mal ansetzten wollte, sah ich vom Lächeln ab und sagte genervt" Ich weiß! Ich wollte aber nicht so viel einkaufen!"
Verständnissvoll lächelte er mich an und erzählte in einem Schwall von seinem Sohn, der jetzt 14 jahre alt ist und ganz, wirklich gaaanz andere Probleme macht. Anton sah von unten zu mir hoch und steuerte eine Billy- Idol- Lippe zum Gespräch bei. Ich holte zum Schlag aus." warten Sie mal ab, bis das Thema Verhütung aktuell wird."
Der Gute, es muss wirklich ein guter sein, liess sich aber nicht beirren und redete fröhlich und herzensgut von seinem Sohn weiter, mit einem Glitzern in den Augen.
Mir blieb nichts anderes als zu lächeln...
Mittwoch, 17. August 2011
Ratschläge
Wenn ich mit Anton unterwegs bin, ereilen mich immer gut gemeinte Ratschläge anderer Frauen.Ungefragt, wie ich betonen möchte und von mir unmotiviert aufgenommen.
Letztens betraten wir ein Geschäft, fragen sie mich nicht welches, ich habe es tatsächlich vergessen. Anton, schon recht müde, nörgelte in seinem Kinderwagen. Sein Sitz war ganz flach gestellt, damit er auch gut schlafen konnte, wenn er denn wollte. Eine Verkäuferin stocherte auf uns zu, begleitet mit akustischen Signalen, wie : Oh, Du, Du, bist Du aber süß, Du,bist Du süß, oh, oh. Anton sah kurz zu mir hoch und nörgelte fröhlich, aber diesmal lauter weiter. Könnte er schon reden, dann hätte er sicherlich so etwas wie, Mama, tu das da weg, gesagt. Kann er aber noch nicht, leider. Die Verkäuferin ließ sich nicht beirren und surrte weiter ihr Dududu runter. Anton war jetzt schon schrecklich genervt, ich übrigens auch, sein Gequengele steigerte sich zu einem lautstarken Protestieren. Plötzlich hielt diese Verkäuferin in ihrem DUdudu inne, starrte mich anklagend über die Verkaufstheke an und artikulierte einen Satz: Er sieht doch nichts, setzen Sie ihn doch höher. Damit war es aber auch schon vorbei mit der Erwachsenensprache, es ging nahtlos ins Dududu über. Wir haben dann ganz schnell das Geschäft verlassen, ohne etwas zu kaufen. Anton ist übrigens draussen direkt eingeschlafen.
Dann waren wir bei einer Versicherung. Anton diesmal in seinem Maxicosi.
Wir betreten das Büro, schmettern ein fröhliches Guten Morgen in den Raum, und, was denken sie was zurück kam?! " Der ist aber auch bald zu groß für den Maxicosi!" Danke, hätte ich jetzt nicht bemerkt. Ich quittierte die Bemerkung mit einem freundlichen Lächeln, welches aber wohl als grenzdebiel ausgelegt wurde, denn darauf kam erneut, Der ist aber bald zu groß für den Maxicosi. Jau, dachte ich bei mir, Du für Deine Klamotten auch!Nett und freundlich trug ich dann mein Anliegen vor und ignorierte jegliche Maxicosikommentare.
Heute beim Bäcker. Ich kaufte Vollkornbröchen ein. Die Verkäuferin wollte mir für Anton ein kleines Partybrötchen mit Sonnenblumenkernen schenken, das ich aber ablehnte. Brötchen bekommt er schon, aber Kerne sind noch zu kniffelig für ihn. Aus den Tiefen der Bäckerrei stocherte eine andere Verkäuferin an. " Der kaut doch noch nicht!" Hallo, wer ist denn hier die Mutter! " Doch, sagte ich, er hat auch schon zwei Zähne!" Auf die bin ich übrigens besonders stolz,nur so am Rande. " Wie alt ist er denn?" " 8,5 Monate." "Mein Enkel hat schon 4 Zähne!" Was soll das denn jetzt schon wieder?Mein Kind darf und kann mit zwei Zähnen schon kauen, übrigens auch beissen. Wir schnappten unsere Brötchen und gingen.
Kann mir bitte mal jemand erklären, warum diese Frauen sich so verhalten? Das ist so anstrengend!
Letztens betraten wir ein Geschäft, fragen sie mich nicht welches, ich habe es tatsächlich vergessen. Anton, schon recht müde, nörgelte in seinem Kinderwagen. Sein Sitz war ganz flach gestellt, damit er auch gut schlafen konnte, wenn er denn wollte. Eine Verkäuferin stocherte auf uns zu, begleitet mit akustischen Signalen, wie : Oh, Du, Du, bist Du aber süß, Du,bist Du süß, oh, oh. Anton sah kurz zu mir hoch und nörgelte fröhlich, aber diesmal lauter weiter. Könnte er schon reden, dann hätte er sicherlich so etwas wie, Mama, tu das da weg, gesagt. Kann er aber noch nicht, leider. Die Verkäuferin ließ sich nicht beirren und surrte weiter ihr Dududu runter. Anton war jetzt schon schrecklich genervt, ich übrigens auch, sein Gequengele steigerte sich zu einem lautstarken Protestieren. Plötzlich hielt diese Verkäuferin in ihrem DUdudu inne, starrte mich anklagend über die Verkaufstheke an und artikulierte einen Satz: Er sieht doch nichts, setzen Sie ihn doch höher. Damit war es aber auch schon vorbei mit der Erwachsenensprache, es ging nahtlos ins Dududu über. Wir haben dann ganz schnell das Geschäft verlassen, ohne etwas zu kaufen. Anton ist übrigens draussen direkt eingeschlafen.
Dann waren wir bei einer Versicherung. Anton diesmal in seinem Maxicosi.
Wir betreten das Büro, schmettern ein fröhliches Guten Morgen in den Raum, und, was denken sie was zurück kam?! " Der ist aber auch bald zu groß für den Maxicosi!" Danke, hätte ich jetzt nicht bemerkt. Ich quittierte die Bemerkung mit einem freundlichen Lächeln, welches aber wohl als grenzdebiel ausgelegt wurde, denn darauf kam erneut, Der ist aber bald zu groß für den Maxicosi. Jau, dachte ich bei mir, Du für Deine Klamotten auch!Nett und freundlich trug ich dann mein Anliegen vor und ignorierte jegliche Maxicosikommentare.
Heute beim Bäcker. Ich kaufte Vollkornbröchen ein. Die Verkäuferin wollte mir für Anton ein kleines Partybrötchen mit Sonnenblumenkernen schenken, das ich aber ablehnte. Brötchen bekommt er schon, aber Kerne sind noch zu kniffelig für ihn. Aus den Tiefen der Bäckerrei stocherte eine andere Verkäuferin an. " Der kaut doch noch nicht!" Hallo, wer ist denn hier die Mutter! " Doch, sagte ich, er hat auch schon zwei Zähne!" Auf die bin ich übrigens besonders stolz,nur so am Rande. " Wie alt ist er denn?" " 8,5 Monate." "Mein Enkel hat schon 4 Zähne!" Was soll das denn jetzt schon wieder?Mein Kind darf und kann mit zwei Zähnen schon kauen, übrigens auch beissen. Wir schnappten unsere Brötchen und gingen.
Kann mir bitte mal jemand erklären, warum diese Frauen sich so verhalten? Das ist so anstrengend!
Dienstag, 28. Juni 2011
Mittagsruhe
Kann mir bitte jemand erklären, warum dieser gestörte Nachbar ständig, wirklich ständig, in der Mittagszeit anfängt lautstark zu werkeln?
Hat er nichts sonst zu tun? Langsam nervt es! Immer ab 13 Uhr beginnte er zu hämmern, zu sägen oder sonst einen lautstarken Unfug zu treiben. Dass ist genau die Zeit, in der ich Anton schlafen lege. Jedesmal bete ich, dass er von diesem Irren nicht wach wird. Gerade hier in dieser Spiessergegend sollte man doch meinen, dass auf die, zwar nicht offiziell vorhandene Mittagsruhe gepocht wird. Aber vielleicht hat er ja sein Hörgerät verlegt und empfindet es garnicht als so schrecklich laut! Geht der mir auf die Nerven! Heute ist es so heiß, vielleicht erlegt ihn ja das Wetter.
Hat er nichts sonst zu tun? Langsam nervt es! Immer ab 13 Uhr beginnte er zu hämmern, zu sägen oder sonst einen lautstarken Unfug zu treiben. Dass ist genau die Zeit, in der ich Anton schlafen lege. Jedesmal bete ich, dass er von diesem Irren nicht wach wird. Gerade hier in dieser Spiessergegend sollte man doch meinen, dass auf die, zwar nicht offiziell vorhandene Mittagsruhe gepocht wird. Aber vielleicht hat er ja sein Hörgerät verlegt und empfindet es garnicht als so schrecklich laut! Geht der mir auf die Nerven! Heute ist es so heiß, vielleicht erlegt ihn ja das Wetter.
Unerledigtes
Kennen Sie das? Das Gefühl angekommen zu sein aber irgendetwas nicht erledigt zu haben? Zufieden zu sein, aber mit einem ganz kleinen ständig nagenden Zweifel?
Es ist jetzt Sommer. Eigentlich, ja, eigentlich, wollte ich im Sommer wieder anfangen. Hatte mich schon um einen Tagesvater bemüht, der meinen kleinen Jungen richtig gerne nimmt, aber ich bremse. Jeden Tag, den ich mit Anton verbringe ist kostbar und wunderschön. Jeder kleine Fortschritt erscheint mir nobelpreisverdächtig und meine beruflichen Ziele rücken immer weiter in den Hintergrund. Ich bin gerne Mutter. Richtig gerne sogar, doch ganz am Rand meines jetztigen kleinen Kosmos scheint es noch anderes Leben zu geben. Leben, dass sich nicht um Brei, Spielzeug und volle Windeln dreht. Bei dem man sein Géhirn auch mal einsetzen darf und nicht nur im flotten Dreisatz die Milchmenge runterbricht. In diesem anderen Leben wird man auch als Person, sogar als Frau wahrgenommen, nicht nur als wandelnde Milchbar.Doch dort reicht es nicht zu sagen, ich bin da. Dort muss man wissen wo man hin will und sich nicht von einer vagen Ahnung oder Idee treiben lassen, die ganz am hintersten Horizont aufblitzt. Sonst geht man geradewegs unter. In beiden Welten. Einen guten Kompromiss zu finden, dass ist richtig schwer.
Es ist jetzt Sommer. Eigentlich, ja, eigentlich, wollte ich im Sommer wieder anfangen. Hatte mich schon um einen Tagesvater bemüht, der meinen kleinen Jungen richtig gerne nimmt, aber ich bremse. Jeden Tag, den ich mit Anton verbringe ist kostbar und wunderschön. Jeder kleine Fortschritt erscheint mir nobelpreisverdächtig und meine beruflichen Ziele rücken immer weiter in den Hintergrund. Ich bin gerne Mutter. Richtig gerne sogar, doch ganz am Rand meines jetztigen kleinen Kosmos scheint es noch anderes Leben zu geben. Leben, dass sich nicht um Brei, Spielzeug und volle Windeln dreht. Bei dem man sein Géhirn auch mal einsetzen darf und nicht nur im flotten Dreisatz die Milchmenge runterbricht. In diesem anderen Leben wird man auch als Person, sogar als Frau wahrgenommen, nicht nur als wandelnde Milchbar.Doch dort reicht es nicht zu sagen, ich bin da. Dort muss man wissen wo man hin will und sich nicht von einer vagen Ahnung oder Idee treiben lassen, die ganz am hintersten Horizont aufblitzt. Sonst geht man geradewegs unter. In beiden Welten. Einen guten Kompromiss zu finden, dass ist richtig schwer.
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