Heute morgen Anton schnell zur Spielgruppe gebracht.
Leider musste ich von der Beifahrertür ins Auto einsteigen, da HerrL. so grandios in der steilen, rechts und links von einer Mauer begrenzten Einfahrt geparkt hat.
Bei der Bank nahm mir eine ältere Frau dreister weise die Vorfahrt und verlangte dann noch, dass ich zurück auf die Hauptstrasse fahren sollte. Sie hat sich wirklich die Vorfahrt erdrängelt! Sie war so frech, dass ich sie nacher als "alte frustrierte Frau" bezeichnet habe. Wirklich, eine richtige doofe Ziege! Dann auf dem Parkplatz werde ich zugeparkt. Komme wirklich nicht mit Rangiern weiter, will gerade wieder in die Bank gehen, da kommt ein älterer Herr. Es täte ihm leid, aber es wäre kein Parkplatz frei gewesen. Ist das ein Grund um mich einzuparken?
Was ist los mit den Senioren?
Bekommt ihnen der Herbst nicht, der Vollmond oder sind sie wirklich einfach nur frech und dreist?
Darauf bin ich zu einer Fastfood-Kette gefahren und habe mir am Morgen einen dicken Burger und Cola gegönnt.
Der bauch ist so oder so dick!
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Montag, 1. Oktober 2012
Freitag, 4. Februar 2011
Paketdienst
Mike, mein Nachbar, Sie erinnern sich, ist seit kurzem in den Vorruhestand eingetreten.
Seine Pläne zum Zeitvertreib schienen nach der ersten Woche bereits an Spannkraft verloren zu haben, so dass man ihn eher missmutig, als freudig sein neues Rentnerdasein frönen sah. Häufig stand er vor seiner Garage und sprach jeden an. Er versuchte selbst mit mir eine Art Gespräch aufzubauen, was aber leider an meiner rotzigen Art und meinen gesteigerten Vorurteilen ihm gegenüber immer wieder kläglich scheiterte. Mit traurigen Augen, so dass es mich schon rührte, zog er meist ab.
Irgendwann nahm er dann ein Paket für mich an.
Antons Schneeanzug, der leider mittlerweile zu klein ist, aber das nur am Rande.
Missmutig schellte ich an und setzte mein schönstes unechtes Lächeln auf. Freudestrahlend, eines menschlichen Wesens bewusstwerdend, öffnete er die Türe. Geschlagene 20 Minuten hörte ich ihm zu. Er erzählte mir so viele Dinge, die ich niemals wissen wollte.
So, und jetzt hat Mike den Zustelldienst für sich entdeckt!
Da seine Freundin, die im übrigen ausgesprochen nett ist, noch arbeitet und zwei erwachsene Kinder hat, die gerade flügge werden, der Sohn zieht in seine erste eigene Wohnung, weiß ich alles von Mike, fragen Sie nicht warum, gedenkt er jetzt ein Familienmensch zu werden und sich um die zwei Kinder zu sorgen. Das heißt im Klartext, Mike ist zu deren Paketannahmestelle mutiert! Der Sohn scheint sich hauptsächlich mit Bauer einzurichten. Woher ich das weiß! Die Pakete stehen bei uns im Flur und warten auf Mike!
Vor ein paar Tagen schellte es zum ersten Mal.
„ Hallo, bei der 24 hängt ein Zettel, ich soll bei der 26 schellen und da das Paket abgeben. Bitte!“
„ Ja, wenn dort ein Zettel hängt...“
Schwupps standen die beiden Pearlpakete bei uns im Flur.
Etwas später
„ Hallo, ich hätte ein Paket, bei der 26 hängt ein Zettel, ich soll bei der 24 schellen und da das Paket abgeben.“
„ Ja, bitte..“
Das erste Bauerpaket enterte unseren Flur.
Verwundert betrachtete ich die Ausbeute. Leider, leider gehört es sich nicht fremde Post zu öffnen, auch wenn es Pakete sind, aber ich kann es Ihnen ja sagen, mich hat es gehörig in den Fingern gejuckt. Egal.
Abends schellte es und Mike stand vor der Türe. Er lächelte schonungslos sein zahnpastafreies Lächeln. Dabei entblößt er Kronen, die aussehen als ob sie gleich ein Eigenleben entwickeln und zuschnappen. Gruselig!
Lang und breit erzählte er von seinem heutigen Ausflug und für wen denn die Pakete wären. Und der Zettel, der wäre ja aus der Not entstanden, er hatte da gedacht, dass ich da wäre. Ist klar!
Heute schellte es wieder.
Da ich Anton auf dem Arm trug öffnete ich nur das Türkläppchen. Dieses mal kam ein Paket für mich an! Dass der Bote zu mir sagte, : „ Brauchst Du Hilfe Kleines?!“,
ignorierte ich geflissentlich.
Nach fünf Minuten schellte es wieder.
„ Hallo, bei der 26 ist niemand zu Hause, können Sie das annehmen?“
„ Ja, klar!“
So, und jetzt stehen hier zwei große schwere Bauerpaket im Flur und warten auf Abholung von Mike. Bestimmt kommt Morgen noch der neue Wohnzimmerschrank an. Vielleicht sollte ich schon mal die Garage leer räumen, denn der Flur ist voll.
Seine Pläne zum Zeitvertreib schienen nach der ersten Woche bereits an Spannkraft verloren zu haben, so dass man ihn eher missmutig, als freudig sein neues Rentnerdasein frönen sah. Häufig stand er vor seiner Garage und sprach jeden an. Er versuchte selbst mit mir eine Art Gespräch aufzubauen, was aber leider an meiner rotzigen Art und meinen gesteigerten Vorurteilen ihm gegenüber immer wieder kläglich scheiterte. Mit traurigen Augen, so dass es mich schon rührte, zog er meist ab.
Irgendwann nahm er dann ein Paket für mich an.
Antons Schneeanzug, der leider mittlerweile zu klein ist, aber das nur am Rande.
Missmutig schellte ich an und setzte mein schönstes unechtes Lächeln auf. Freudestrahlend, eines menschlichen Wesens bewusstwerdend, öffnete er die Türe. Geschlagene 20 Minuten hörte ich ihm zu. Er erzählte mir so viele Dinge, die ich niemals wissen wollte.
So, und jetzt hat Mike den Zustelldienst für sich entdeckt!
Da seine Freundin, die im übrigen ausgesprochen nett ist, noch arbeitet und zwei erwachsene Kinder hat, die gerade flügge werden, der Sohn zieht in seine erste eigene Wohnung, weiß ich alles von Mike, fragen Sie nicht warum, gedenkt er jetzt ein Familienmensch zu werden und sich um die zwei Kinder zu sorgen. Das heißt im Klartext, Mike ist zu deren Paketannahmestelle mutiert! Der Sohn scheint sich hauptsächlich mit Bauer einzurichten. Woher ich das weiß! Die Pakete stehen bei uns im Flur und warten auf Mike!
Vor ein paar Tagen schellte es zum ersten Mal.
„ Hallo, bei der 24 hängt ein Zettel, ich soll bei der 26 schellen und da das Paket abgeben. Bitte!“
„ Ja, wenn dort ein Zettel hängt...“
Schwupps standen die beiden Pearlpakete bei uns im Flur.
Etwas später
„ Hallo, ich hätte ein Paket, bei der 26 hängt ein Zettel, ich soll bei der 24 schellen und da das Paket abgeben.“
„ Ja, bitte..“
Das erste Bauerpaket enterte unseren Flur.
Verwundert betrachtete ich die Ausbeute. Leider, leider gehört es sich nicht fremde Post zu öffnen, auch wenn es Pakete sind, aber ich kann es Ihnen ja sagen, mich hat es gehörig in den Fingern gejuckt. Egal.
Abends schellte es und Mike stand vor der Türe. Er lächelte schonungslos sein zahnpastafreies Lächeln. Dabei entblößt er Kronen, die aussehen als ob sie gleich ein Eigenleben entwickeln und zuschnappen. Gruselig!
Lang und breit erzählte er von seinem heutigen Ausflug und für wen denn die Pakete wären. Und der Zettel, der wäre ja aus der Not entstanden, er hatte da gedacht, dass ich da wäre. Ist klar!
Heute schellte es wieder.
Da ich Anton auf dem Arm trug öffnete ich nur das Türkläppchen. Dieses mal kam ein Paket für mich an! Dass der Bote zu mir sagte, : „ Brauchst Du Hilfe Kleines?!“,
ignorierte ich geflissentlich.
Nach fünf Minuten schellte es wieder.
„ Hallo, bei der 26 ist niemand zu Hause, können Sie das annehmen?“
„ Ja, klar!“
So, und jetzt stehen hier zwei große schwere Bauerpaket im Flur und warten auf Abholung von Mike. Bestimmt kommt Morgen noch der neue Wohnzimmerschrank an. Vielleicht sollte ich schon mal die Garage leer räumen, denn der Flur ist voll.
Freitag, 9. Januar 2009
Senioren
Kann mir da draussen mal jemand erklären warum um alles in der Welt Senioren immer dann einkaufen, wenn ich das gerade vorhabe? Es war egal wo ich gerade hin wollte, sie waren mir immer einen Schritt voraus! Beim Bäcker wurde ich gerempelt, im Strauss zur Seite geschupst, bei Dm gedrängelt und mit dem Einkaufswagen schickaniert und bei WMF hatte ich Glück das ich noch bezahlen durfte.Eine rüstige Mittsiebzigerin schleuderte dort ihre neu zu erwebende Einkaufstasche derart auf den Thresen, dass mir schon Angst und Bange wurde. Nach dem die Einkaufstasche lag, wurde das Gesäß mit der Restfrau in Nähe der Kasse bugsiert. Ich wußte bis heute nicht wieviel Platz so ein Lodenmantel benötigt! Mir blieb nur ein beherzter Sprung zur Seite.
Es war einfach nur gruselig heute! G.R.U.S.E.L.I.G!
Es war einfach nur gruselig heute! G.R.U.S.E.L.I.G!
Mittwoch, 25. Juni 2008
Letztens im Supermarkt
Unentschlossen stehe ich vor dem Teeregal, da erscheint aus den Augenwinkeln heraus ein kleiner alter Mann mit riesigen dicken Brillengläsern, die seine Augen um ein vielfaches vergrößern. Er schaut rechts, schaut links, dreht sich um, guckt mich an, dreht sich wieder um, ruft liebevoll - komm`raus, wo bist du ? - und schaut mich wieder an. Der kleine Mann scheint nur aus riesigen lustigen blauen Augen zu bestehen. Ein Feuerwerk aus Liebenswürdigkeit und Humor glitzert in diesen Augen. Der Mund unter den Augen grinst. - Wissen sie, ich suche meine Frau! Wo ist die denn?! - Diese Augen schauen mich weiter grinsend an. - ja, ja, sie wollte mit dem Porsche fahren - erklärt er weiter, - und jetzt ist sie weg, ja, ja - Er läuft bis zu dem anderen Ende des Ganges und sieht dort nach rechts und nach links. Dreht sich wieder um, grinst mich an und sagt - so ist das mit den Frauen, aber haben sie sie vielleicht gesehen? Sie wollte unbedingt ihren Rollator mitnehemen und jetzt ist sie weg! - Leider hatte ich sie nicht gesehen und auf mein - weit wird sie nicht sein - konterte er - nö, nicht mit dem Rollator - und grinste. Er ging noch einmal bis zum Ende des Ganges und rief - Frau K., wo bist du?- Keine Antwort! Doch plötzlich - Sie ist im Nudelgang, hören sie? Im Nudelgang, gleich rechts! - Er und ich drehten uns verwirrt um. Hinter uns auf einer Haushaltsleiter stand eine Verkäuferin, alles überblickend. Er bedankte sich, grinste mich freudestrahlend an und ging mit den Worten - Frau K. jetzt habe ich Dich! Hättest aber mal eher etwas sagen können! - zu ihr.
Sonntag, 20. April 2008
MC- Senior
Letztens bei MC-Donalds...
Hinter uns saß ein älteres Ehepaar, beide bestimmt an die siebzig Jahre alt. Sie las die Bildzeitung und er kaute unwillig auf irgendetwas rum, eben solange die Haftcreme hält. Kein Wort, nur Geraschel. Plötzlich, ganz unvermittelt fing er an etwas zu suchen. Sie:" Was ist denn?" Er:" Das Handy!" Sie, nachdem sie es gefunden hatte: "Wofür brauchst Du es denn?" Er:" Zum Telefonieren! Bettina!" Sie:" Warum willst Du sie denn anrufen?" Er:" Die soll morgen die Inge zum Kaffee einladen!" Sie :" Ach so!" Gesagt, getan, er wählte. Weiterhin Stille! Sie raschelte erwartungsvoll mit der Zeitung. Er :" Hier ist der Opa!" ( Unter uns, das wäre für mich das Codewort - Verbindung leider abgebrochen!) Sie hörte auf zu rascheln, war jetzt wohl zu spannend. Er :" Ich will mit Deiner Mutter sprechen, wir müssen etwas abklären. - Wie?- Wo ist sie denn? " Die Mutter, bzw. Tochter kannte anscheinend das Codewort. Er:" Wie geht es Dir?" Er erinnerte sich jetzt, dass war doch wohl sein Enkel. Ob er wohl Haftcreme schnüffelt? Gut, der vermeindliche Enkel hatte seine Mutter wohl wieder gefunden - der Kongo ist doch nicht so weit weg! Er:" Hallo, Du lädst morgen Tante Inge zum Kaffee ein! Wir kommen auch!" Die Antwort dauerte keine Minute. Er legte auf. Sie:" Und?" Er:" Sie will nicht, null Kontakt!" Sie:"Null ( jetzt kommt der Brüller) sozialen Kontakt!" Er:" Soll Dir schöne Grüße bestellen." Sie:" Gut." Beide hatten daraufhin ihre Mission beendet, hektisches Geraschel und Gestöhne, die künstliche Hüfte ist auch nicht mehr die frischeste. Beide begaben sich schlurfend Richtung Ausgang, aber nicht ohne noch mal die Speisetafel zu betrachten. Beide schüttelten synchron den Kopf, einen Nachschlag gab es nicht mehr. Aber ein bisschen Hoffnung hatte ich noch, vielleicht macht Inge ja Kaffee und Kuchen.
Hinter uns saß ein älteres Ehepaar, beide bestimmt an die siebzig Jahre alt. Sie las die Bildzeitung und er kaute unwillig auf irgendetwas rum, eben solange die Haftcreme hält. Kein Wort, nur Geraschel. Plötzlich, ganz unvermittelt fing er an etwas zu suchen. Sie:" Was ist denn?" Er:" Das Handy!" Sie, nachdem sie es gefunden hatte: "Wofür brauchst Du es denn?" Er:" Zum Telefonieren! Bettina!" Sie:" Warum willst Du sie denn anrufen?" Er:" Die soll morgen die Inge zum Kaffee einladen!" Sie :" Ach so!" Gesagt, getan, er wählte. Weiterhin Stille! Sie raschelte erwartungsvoll mit der Zeitung. Er :" Hier ist der Opa!" ( Unter uns, das wäre für mich das Codewort - Verbindung leider abgebrochen!) Sie hörte auf zu rascheln, war jetzt wohl zu spannend. Er :" Ich will mit Deiner Mutter sprechen, wir müssen etwas abklären. - Wie?- Wo ist sie denn? " Die Mutter, bzw. Tochter kannte anscheinend das Codewort. Er:" Wie geht es Dir?" Er erinnerte sich jetzt, dass war doch wohl sein Enkel. Ob er wohl Haftcreme schnüffelt? Gut, der vermeindliche Enkel hatte seine Mutter wohl wieder gefunden - der Kongo ist doch nicht so weit weg! Er:" Hallo, Du lädst morgen Tante Inge zum Kaffee ein! Wir kommen auch!" Die Antwort dauerte keine Minute. Er legte auf. Sie:" Und?" Er:" Sie will nicht, null Kontakt!" Sie:"Null ( jetzt kommt der Brüller) sozialen Kontakt!" Er:" Soll Dir schöne Grüße bestellen." Sie:" Gut." Beide hatten daraufhin ihre Mission beendet, hektisches Geraschel und Gestöhne, die künstliche Hüfte ist auch nicht mehr die frischeste. Beide begaben sich schlurfend Richtung Ausgang, aber nicht ohne noch mal die Speisetafel zu betrachten. Beide schüttelten synchron den Kopf, einen Nachschlag gab es nicht mehr. Aber ein bisschen Hoffnung hatte ich noch, vielleicht macht Inge ja Kaffee und Kuchen.
Samstag, 10. November 2007
Goggel
Was passiert, wenn eine Person älteren Jahrgangs euch nach Goggel fragt? Und dann noch ganz entrüstet sagt, bei Goggel gab es das nicht! Also ich schaute da schon etwas benommen. So aus dem Zusammenhang gerissen. Wir hatten uns gerade über Internetseiten unterhalten. Jetzt ist doch alles klar, oder?! Es gibt natürlich auch noch Googel- Earth , auch was ganz wirklich dolles. Aber was auch wirklich spannend ist, das sind die decheffrier Versuche diverser Versandunternehmer. Sag mal, ich hätte da was, kannst du das bestellen, da steht htpp. So aus dem Stehgreif konnte ich das jetzt nicht. Bis dann die Lösung kam, es war http:\\ , kann ich also doch bestellen, tschuldigung. Aber es gibt schon wirklich schwierige Begriffe und nicht nur wenn man sechzig ade ist. Freuen sie sich auf die Adsventszeit oder wieviele Zischlaute passen in Adsventskrants. Und wenn es dann noch Problem, evtl. mit der Prostata gibt, gehen sie doch zu Bayers, die haben da auch Dingsbums, das hilft. Insolsieren, ist doch auch schön wenn man es dann involviert. Und beim kopulieren kann man auch kommunizieren, kein Scherz, auch mit dem Nachbarn ,nur schwer über den Gartenzaun.
Montag, 22. Oktober 2007
Morgens um zehn.....
In den diversen Altentagesstätten, Tagespflegeeinrichtungen und Altenheimen müssen heute die Ergotherapiekurse ausgefallen sein. Die Teilnehmerzahl muß sich gen Null befunden haben.
Falls jemand seine Senioren vermisst haben sollte, sagen wir mal so um 10Uhr Vormittags, da kann ich helfen. Die Barmer Innenstadt war bevölkert von Sechzig-Plus-Jährigen! Vorzugsweise trafen sich alle in dem Rewe-Markt, natürlich jeder mit eigenem Einkaufswagen. Es gab kein Entrinnen! In den Gängen stapelten sich die älteren Herren, um auf den Wagen zu achten. Die passenden Damen schwirrten durch den Supermarkt und luden pro Boxenstopp neue Nahrungsmittel ein. Die Umrundung dieser Hindernisse gestaltete sich in so fern schwierig, da der Grad der Schwerhörigkeit von Herr zu Herr variiert. Es war schrecklich! Vorallem das Sehvermögen manch älterer Dame scheint nicht mehr verkehrsttauglich zu sein.Denn selbst wenn man gut sichtbar, schon an das Regal gedrückt seine Lebensmittel auswählt, wird man noch über den Haufen gefahren! Es war ein Geschiebe, Gestoße und Gedränge! Vielleicht könnte man ja anstatt Malkurse oder Französisch für Senioren einmal die Woche einen Pogotanzkurs anbieten, so zum Agressionsabbau? Funktioniert bestimmt auch mit Helmut Lotti oder Udo Jürgens. Ich werde jedoch in näherer Zukunft nur noch mit Schutzkleidung einkaufen , sicher ist sicher.
Falls jemand seine Senioren vermisst haben sollte, sagen wir mal so um 10Uhr Vormittags, da kann ich helfen. Die Barmer Innenstadt war bevölkert von Sechzig-Plus-Jährigen! Vorzugsweise trafen sich alle in dem Rewe-Markt, natürlich jeder mit eigenem Einkaufswagen. Es gab kein Entrinnen! In den Gängen stapelten sich die älteren Herren, um auf den Wagen zu achten. Die passenden Damen schwirrten durch den Supermarkt und luden pro Boxenstopp neue Nahrungsmittel ein. Die Umrundung dieser Hindernisse gestaltete sich in so fern schwierig, da der Grad der Schwerhörigkeit von Herr zu Herr variiert. Es war schrecklich! Vorallem das Sehvermögen manch älterer Dame scheint nicht mehr verkehrsttauglich zu sein.Denn selbst wenn man gut sichtbar, schon an das Regal gedrückt seine Lebensmittel auswählt, wird man noch über den Haufen gefahren! Es war ein Geschiebe, Gestoße und Gedränge! Vielleicht könnte man ja anstatt Malkurse oder Französisch für Senioren einmal die Woche einen Pogotanzkurs anbieten, so zum Agressionsabbau? Funktioniert bestimmt auch mit Helmut Lotti oder Udo Jürgens. Ich werde jedoch in näherer Zukunft nur noch mit Schutzkleidung einkaufen , sicher ist sicher.
Mittwoch, 26. September 2007
Heute in der Stadt
Ist irgendjemandem schon mal aufgefallen das wildfremde Menschen ständig in Kinderwägen gucken?Ältere Damen verzückt die lippenstiftgetränkten faltigen Lippen kraus ziehen und mit einer Schreckensmaske der Liebenswürdigkeit in den Kinderwagen starren? Das ist doch gruselig! Was soll so ein Säugling denn von so etwas halten? Gut, Fräulein Amanda geht damit sehr souverän um, wenn es sich bewegt schließt sie die Augen und wenn ihr etwas nicht passt, dann wird geschimpft, lauthals. Das schreckt mittelalte und ältere Damen jedoch nicht ab. Die starren trotzdem! In einer Buchhandlung stoppte die Buchhändlerin extra die Kasse, rannte quer durch das Geschäft und starrte in den Wagen. Ja, was ist das denn? Bitte, kann mir das jemand erklären? Werde ich auch so, mit zunehmendem Alter?
Eigentlich wollte ich daraufhin dem Fräulein Amanda das Rülpsen beibringen, durfte ich nicht.Soll ja ein wohlerzogenes Kind werden.Klar, mit lauter distanzlosen Erwachsenen drumherum.
Aber vielleicht sehe ich das ja auch zu eng. Viele dieser älteren Menschen freuen sich wirklich von Herzen ein Kind zu sehen. Sind glücklich soviel geballte Lebensfreude auf einmal, in so einer kleinen Person zu finden. Aber muß man da so starren? Vielleicht ja, denn Glück ist flüchtig und schwer zu sehen, man muß schon genau hinschauen. Es scheint als ob ich mehr Gelassenheit bräuchte, vielleicht auch mehr Neugierde auf das Glück.
Eigentlich wollte ich daraufhin dem Fräulein Amanda das Rülpsen beibringen, durfte ich nicht.Soll ja ein wohlerzogenes Kind werden.Klar, mit lauter distanzlosen Erwachsenen drumherum.
Aber vielleicht sehe ich das ja auch zu eng. Viele dieser älteren Menschen freuen sich wirklich von Herzen ein Kind zu sehen. Sind glücklich soviel geballte Lebensfreude auf einmal, in so einer kleinen Person zu finden. Aber muß man da so starren? Vielleicht ja, denn Glück ist flüchtig und schwer zu sehen, man muß schon genau hinschauen. Es scheint als ob ich mehr Gelassenheit bräuchte, vielleicht auch mehr Neugierde auf das Glück.
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