Sonntag, 30. November 2008

Verkehrshinderniss

Mein Vater, ein sturzerprobter Mittsiebziger, liegt zur Zeit mit seinem dritten (!) Oberschenkelhalsbruch, zweimal links einmal recht, im Krankenhaus. Die Parkplatzsituation ist um das Krankenhaus schrecklich! In einer engen Einbahnstrasse kann man jedoch Glück haben und einen umsonst Parkplatz ergattern. Ich hatte Glück und parkte vorwärts ein, wie ich fand, eigentlich sehr gekonnt. Das Auto stand nur ein wenig vom Bordstein weg. Ich spurtete zu meinem Vater. Er saß schon ganz krekel auf der Bettkante und fliertete mit einer Krankenschwester. Er: - Das ist das Liesel ! - Ich : - Ja, und ? - Die Stimmung sank kurzfristig in den Minusbereich. Aber was interessiert mich jetzt mal das Liesel? War aber auch nicht mein Tag. Sie hätte auch Mandy oder Cindy oder sonst wie heissen können, mir wäre es egal gewesen! Mein Vater fand mich dann wohl noch komischer als sonst, was Mittsiebziger eben alles so komisch finden. Liesel verliess dann auch das Zimmer. Er und ich unterhielten uns eine Weile, bis mir dann doch noch einfiel, dass ich eigentlich noch ein Ründchen arbeiten müßte. Also spurtete ich wieder zum Auto. Gut, vor meinem Auto stand ein Bus und hinter dem Bus befand sich eine riesige Autoschlange. Wie gesagt, es war nicht mein Tag. Aber da sah ich den Busfahrer. Ein sonnengebräuntes Exemplar mit roten Wangen, umring von Bauarbeitern. Ich : - Hallo, fahren Sie gleich da weg? Ich müßte jetzt los! - Er schluckte und die Wangen wurden noch etwas röter. Och, dachte ich, ist der schüchtern?! Nein, er war nicht schüchtern. Die Bauarbeiter grinsten auch schon sehr unverschähmt. - IST DAS IHR WAGEN! - Ich immer noch sehr verstrahlt: - Ja, warum? Haben Sie ihn kaputt gemacht?- -Ich habe die Polizei gerufen. Sie stehen mitten auf der Strasse, ich komme mit meinem Bus nicht vorbei!- Ich sah dann mal die Strasse hoch und überlegt das die Autoschlange auch nicht an dem Bus vorbei käme. Sah mein Auto an und überlegte was ich jetzt noch zur verbesserung der Situation beitragen könnte. Ich lächelte mal etwas blöde! Da half mir ein Bauarbeiter, er zum Busfahrer : - wenn Du jetzt rückwärts fährst und sie da raus, dann ist alles wieder gut! - Gesagt getan, ich fuhr raus und der Bus von dannen und die Autoschlange an mir vorbei. Der frisch angekommene Motorrad Polizist wurde auch schon von dem Bauarbeiter abgefangen und von mir nett angelächelt. Er grinste mich an und fragte ob ich das Verkehrshinderniss gewesen wäre. Ja, war ich. Dann noch einen schönen Tag und weg war er.
War mir das peinlich!

Samstag, 1. November 2008

Rush hour auf dem Friedhof

Herr L. und ich waren heute am Grab und haben dieses noch im Regen verschönert. Ich dachte ja, dass bei diesem Wetter, trotz Allerheiligen, nicht viel los sein wird. Wir, in den letzten Klamotten, turnten durch die Matsche und pflanzten Blumen, waren nachher pitschnass und sahen aus wie die letzten Heckenpenner. Nach einer halben Stund öffnete sich das Friedhofstor und eine Menschenmenge strömte ein. Meine Frage, ob ein Bus angekommen wäre, wurde von Herrn L. mit einem Augenrollen beantwortet. Und diese Menschen waren ordentlich und sauber gekleidet und besaßen einen Regenschirm , damit also noch eine Frisur. Nun gut, dachte ich mir, und summte ein fröhliches Liedchen beim buddeln. Ich habe noch nie, ich kenne den Friedhof schon als Kind, dort soviele lebende Menschen gesehen. War richtig was los!

Kirmes im Schlüpfer

Was mich schon seit Wochen nervt ist diese Always-Binden-Webung! Nicht das schon so manche Damenhygienewerbung vermuten liess, dass alle Frauen auf dieser Welt einmal im Monat eine kilometer lange stinkende Blutspur legen und der Rest der Welt deshalb im Schlamm watet, nein, jetzt gibt es auch noch eine Security-Zone in der Damenbinde! Diese wunderbare Security-Zone schafft selbst stärksten Kirmesverkehr! Kleine putzige Autoscooter-Wagen kreisen in ihr und werden dann nach einiger Zeit, in Reih und Glied, durch die Security-Zonen-Mitte in ein Nirvana entsorgt! Hupps, weg sind sie, dank der Security-Zone, jawoll! Wenn ich mir das bildlich vorstelle, dann herrscht in meinem Schlüpfer plötzlich Kirmes! Ich befinde mich in einem Gespräch und plötzlich hupt es in meinem Schritt:," Oh, bitte entschuldigen Sie, aber gerade ist in meiner Security-Zone Hochbetrieb." Da hilft doch dann nur eins, Sicherung raus und schon stoppt die ganze Kirmes!
Ich finde diese Werbung doof!

Freitag, 31. Oktober 2008

Putzfrau oder Prinzessin

Als Frau wird man entweder als Putzfrau oder als Prinzessin geboren.
Dazwischen gibt es wenig Spielraum.
Entweder bedient man den ganzen lieben langen Tag oder man lässt sich bedienen. Die Putzfrauenriege stellt ihre Ansprüche und Wünsche zurück, kümmert sich gewissenhaft um ihe Lieben und erträgt auch Spitzfindigkeiten in ihre Richtung mit stoischer Ruhe, nur um des lieben Friedens willen. Sie hat ständig ein offenes Ohr für allerlei Probleme, hilft in allen Lebenslagen und bewundert ihre Prinzessinen-Freundin. Bekommt dafür aber leider nichts zurück, weder Anerkennung, noch Zuspruch oder gar Verständnis für ihre Problem. Die Putzfrau ist der Hofstaat der Prinzessin.
Die Prinzessin sieht in allem und jedem ein Problem. Nur leider in sich selbst nicht. Egal ob der Pulli nicht richtig sitzt, der Lippgloss verschmiert oder sie für ihren Job arbeiten muß, alles ist so schrecklich gemein, eine ausgesuchte Verschwörung, genau gegen sie. Vorbereitungen für Familienfeste, Geburtstage, Treffen mit Freunden oder für einen kuscheligen Abend mit dem Prinzen werden an Putzfrauenfreundinnen delegiert, denn sie geht ja arbeiten. Der Rest der Welt zwar auch, aber die haben es nie so stressig. Sie muß sich auch auf die wichtigen Dinge in ihrem Leben konzentrieren, Jammern und gut aussehen. So etwas strengt an, ohne Frage, aber nicht nur sie, sondern auch alle anderen Menschen. Grundlose zickige Attacken, Rückzug in die Schmollecke oder gar massive Tränenausbrüche sind an der Tagesordnung. Sie suggeriert allen an ihrem Unglück schuld zu sein, aber sie sieht dabei noch besser aus. Prinzessinen sind eine Geissel !
Manchmal, in schwachen fünf Minuten, würde ich gerne die Seiten wechseln, zum Überläufer werden! Von der Putzfrau zur Prinzessin! Auch mal bewundert und bedient werden. Nicht mehr hetzen müssen und keine Rücksicht auf andere und ihre Gefühle nehmen. Mich auf Platz Nummer eins setzen und gnädig runter lächeln. Meinen Hofstaat in dem Glauben lassen, dass sie dafür geboren sind sich nur um mich zu kümmern. Doch dann denke ich, der ganze Spass ist weg! Welche Prinzessin wühlt im Dreck und wünscht sich eine eigene Bohrmaschine oder Motorsäge? Und ständig gut aussehen, dass macht mich mürbe! Nur noch nett und zierlich sein, kein böses Wort mehr sagen, da wäre ich reif für die Irrenanstalt! Ein neues, sexy Image für Putzfrauen muß her! Eine neue Solidarität! Wir sind grossartig, auch mit stähnigen Haaren und Augenringen! Wir besitzen soziale Kompetenz und nutzen sie jeden Tag. Wir können unser Leben selbständig gestalten und es eigenverantwortlich leben, ohne Hofstaat! Wir müssen nicht zickig werden um unsere Wünsche durchsetzen zu können, wir sind mit unserem Gegner nämlich auf Augenhöhe! Ich bin lieber Putzfrau als Prinzessin, Schluß mit dem Stress!

Frauenstammtisch

Vielleicht sehe ich es ja zu eng, aber bei einem Frauenstammtisch hat ein Mann nichts zu suchen, aber rein garnichts!
Wann verstehen die Damen entlich, dass es manchmal von Vorteil ist Frauennetzwerke zu bilden , auf die frau sich dann auch verlassen kann? So ein abgrundtiefer Blödsinn einen Mann dazu einzuladen! Mich wundert bald nichts mehr!
Falls jemand diesen Unfug versteht, ich nicht und ich werde aus Protest nicht daran teilnehmen, ist ja schließlich kein Frauenstammtisch mehr!
Um nicht missverstanden zu werden, ich schätze Männer in sämtlichen Lebenslagen sehr, jedoch benötige ich nicht einen Alibiemann um mich als klasse und weltoffene Frau zu fühlen!
So, habe mir Luft gemacht!

Donnerstag, 30. Oktober 2008

So, da bin ich wieder!

Das Telefon und das Internet ist wieder da, w.i.e.d.e.r d.a.a.a.a.h!

Langsam dachte ich , dieses Jahr klappt das bestimmt nicht mehr, aber jetzt bin ich eines besseren belehrt worden. Danke schon mal an den obstruktiven Ex-Telefonanbieter und Hallo an den neuen, durch Herrn L. als vertrauenswürdig befundenen Neu-Telefonanbieter. Aus lauter Verzweiflung fing ich an zu stricken, Mützen, zwei rechts zwei links, auf einem Nadelspiel, nie, nie hätte ich mir soviel Koordination in der Feinmotorik zugetraut. Und jetzt lasse ich auch nicht mehr die die 80.000 Worte pro Tag an mir vorrüberziehen, die schaffe ich mit Telefon locker! Herr L. verzog sich schon zwischenzeitlich in das Bad, mit geschlossener Tür, nur um Stille erleben zu können. Bis hier hin....
Gute Nacht!

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Kurz und Knapp, da nur geliehenes Internet

Wir haben kein Telefon und kein Internet. Bis zum 30.10.08! Ist das nicht schrecklich!? Niemals , wirklich niemals unbedarft den Anbieter wechseln!
Sonst ist bei Herrn L. und mir alles sozusagen in bester Ordnung.
So, bis dann......