Die Kassiererin zog meine Einkäufe über den Scanner, in Rekordgeschwindigkeit.
Da ich die letzte Kundin an der Kasse war, konnte ich mir mit dem Einräumen Zeit lassen.
Plötzlich, ich tauchte gerade wieder aus meinem Einkaufswagen auf, stand ein ungepflegter Mann mit am Band.
Seine Haare sahen in dunklen Strähnen unter dem Basekap, ziemlich ungewaschen, hervor.
Auch seine gewollt sportliche Kleidung ließ, nicht nur durch ihr Aussehen, sondern auch durch ihren Geruch, sehr vermuten, dass er unter einer starken Wasserphobie litt.
Beschämt lächelte er und entblößte damit zwei lückenhafte, mit Goldzähnen frisierte Zahnreihen.
„ Haben Sie Frauenzeitschriften?“, fragte er.
Die Kassiererin sah ihn entgeistert an
„ Die sind doch direkt hier!“
Sie wies mit dem Finger hin.
Er, schon sehr leise,: „ Nein, Frauenzeitschriften!“
„ Die sind doch direkt da vorne, gucken sie doch!“
Er, ganz leise, : „ Nein, wissen sie,“ ihm war es sichtlich peinlich, trotzdem machte er eindeutige Handbewegungen vor seiner Brust, „ Frauenzeitschriften.“
Die Kassiererin sah mich an.
„ Verstehen Sie ihn?“
„ Ja, er meint die Schleuderblätter.“
Sie grinste mich an!
„ So etwas haben wir nicht!“
Was er an diesem Satz nicht verstanden hatte, dass bleibt sein Geheimnis, denn er fragte, ganz leise, : „ Und die Praline?“
Die Kassiererin zeigte in eine Regalreihe.
„ Gleich da hinten sind Pralinen!“
„ Nein, die Praline.“
Jetzt sah sie mich wieder an.
„ Was will der denn jetzt? Pralinen, oder?“
„ Nein, er will eine Wichsvorlage! Das will er die ganze Zeit. Praline heißt so eine Zeitschrift.“
Man muss die Dinge eben laut und deutlich benennen.
Denn meine Befürchtung war mittlerweile, dass er alle Magazinnamen aufzählen würde, die ihm einfielen und ich immer noch an der Kasse stände.
Der Herr in der Schlange an der Nachbarkasse, sah mittlerweile schon sehr interessiert zu uns rüber.
Ob er letztens auch dieses Problem hatte?
Mit großen Augen sah er mich an und lächelte verschämt.
„ So was haben wir nicht!“
War die sehr deutliche Antwort der Kassiererin.
„ Ja, gut, danke.“
Er drängte sich an mir vorbei, nach draußen.
„ Was war das denn?“, fragte mich die Kassiererin.
„ Ich weiß nicht, der war nur fies!“
„ Ja, und ich habe den am Anfang gar nicht verstanden!“
Das hätte ich jetzt nicht gemerkt...
Donnerstag, 28. Januar 2010
Montag, 25. Januar 2010
Kann mir jemand helfen?
Ich suche ein einfaches Strickmuster für eine einfache Weste oder Jacke.
Da ich aber nur 350 g Wolle habe begrenzt sich die Auswahl.
Auch das ich sonst nur Mützen und Schals produziere, grenzt den Schwierigkeitsgrad ebenfalls ein.
Hat jemand einen Tipp für mich?
Da ich aber nur 350 g Wolle habe begrenzt sich die Auswahl.
Auch das ich sonst nur Mützen und Schals produziere, grenzt den Schwierigkeitsgrad ebenfalls ein.
Hat jemand einen Tipp für mich?
Vor dem Fenster, auf der Strasse
Gerade vor dem Esszimmerfenster, es liegt zur Strasse, sehe ich einen roten Klein-,eher Winzwagen, einparken.Dieses Asiamodell wird von einem, geschätzt, sechzig jährigen Mann gefahren. Die Parklücke hat LKW-Ausmasse.
Hektisch guckt der grauhaarige Herr aus dem Seitenfenster, in den Spiegel, nach vorne und alles wieder ab Anfang. Er kurbelt an dem armen kleinen Lenkrad, als ob er einen Sechzigtonner fahren würde. Der Kleinwagen fährt vor und zurück, hin und her, begleitet durch das hektische Gucken seines Fahrers.
Die Fahrertür öffnet sich eine Spalt. Gerade soviel, dass er sich aus der Tür lehnen kann, natürlich noch mit der Hand am Lenker. Vorsichtig fährt er rückwärts. Ganz vorsichtig! Über einen Sechzigtonner verliert man so schnell die Kontrolle! Das geht ganz schnell! Und dann? Bleibt nur Unheil und Verwüstung übrig! Nur verbrannte Erde!
Die Tür schließt sich wieder und er lehnt sich entspannt zurück. Langsam greift er zum Beifahrersitz. Stellt den Motor ab und öffnet die Tür. Plötzlich schallt über die Stasse Schlagermusik. Er lehnt sich, bei offener Tür, entspannt in den Sitz zurück und zündet sich eine Zigarette an.
Mission erfüllt...
Hektisch guckt der grauhaarige Herr aus dem Seitenfenster, in den Spiegel, nach vorne und alles wieder ab Anfang. Er kurbelt an dem armen kleinen Lenkrad, als ob er einen Sechzigtonner fahren würde. Der Kleinwagen fährt vor und zurück, hin und her, begleitet durch das hektische Gucken seines Fahrers.
Die Fahrertür öffnet sich eine Spalt. Gerade soviel, dass er sich aus der Tür lehnen kann, natürlich noch mit der Hand am Lenker. Vorsichtig fährt er rückwärts. Ganz vorsichtig! Über einen Sechzigtonner verliert man so schnell die Kontrolle! Das geht ganz schnell! Und dann? Bleibt nur Unheil und Verwüstung übrig! Nur verbrannte Erde!
Die Tür schließt sich wieder und er lehnt sich entspannt zurück. Langsam greift er zum Beifahrersitz. Stellt den Motor ab und öffnet die Tür. Plötzlich schallt über die Stasse Schlagermusik. Er lehnt sich, bei offener Tür, entspannt in den Sitz zurück und zündet sich eine Zigarette an.
Mission erfüllt...
Samstag, 23. Januar 2010
Mensch 2
Er sitzt still in Hauseingängen, beobachtet Passanten. Stundenlang.
Ohne das er den Kopf bewegt, folgen seine großen dunklen Augen jeder Bewegung.
Er ist groß und stämmig, trägt einen ordentlichen Wohlstandsbauch vor sich her und farbig.
Seine Haut hat diesen wunderbaren bitterschokoladenbraunen Ton. Sein Haar ist schwarz, genauso wie sein Bart, der die Pausbäckchen unterstreicht. Manchmal leuchten seinen Fingerkuppen kurz hell auf, als ob plötzlich Licht aus ihnen austreten muss. Er trägt immer eine Anzugjacke, zu sportlicher Hose und seine Kleidung ist sauber. Doch ihre gedeckten Farben unterstreichen nur seine Traurigkeit.
Er sieht traurig aus, enttäuscht von seinem Leben. Selten lächelt er. Doch dann dringt das Strahlen durch den zotteligen Bart bis in seine Augen.
Im Sommer sitzt er meistens in Hauseingängen an belebten Plätzen. Es scheint fast, dass er versucht seine Traurigkeit mit der Freude anderer Menschen für kleine Augenblicke zu vergessen. Still sitzt er da und beobachtet. Er spricht niemanden an, bettelt nicht, will nur zusehen dürfen. Will durch das Zusehen ein Teil dieses fröhlichen unbeschwerten Lebens werden, wenn auch nur für wenige Augenblicke.
Er ist bekannt, er gehört dazu und er wird versorgt. Verspürt er Hunger, dann geht er zu Dios Taverne. Dort wird er wie ein guter Freund begrüßt. Höflich fragt er, ob er sich auch setzen darf. Seine Stimme ist für so einen großen Mann sehr hoch und leisen. Lächelnd wird er zu einem Platz geschickt. Man sieht ihm an, dass er sich hier geborgen fühlt, fast wie ein zu Hause. Und ganz kurz lächelt er.
Ohne das er den Kopf bewegt, folgen seine großen dunklen Augen jeder Bewegung.
Er ist groß und stämmig, trägt einen ordentlichen Wohlstandsbauch vor sich her und farbig.
Seine Haut hat diesen wunderbaren bitterschokoladenbraunen Ton. Sein Haar ist schwarz, genauso wie sein Bart, der die Pausbäckchen unterstreicht. Manchmal leuchten seinen Fingerkuppen kurz hell auf, als ob plötzlich Licht aus ihnen austreten muss. Er trägt immer eine Anzugjacke, zu sportlicher Hose und seine Kleidung ist sauber. Doch ihre gedeckten Farben unterstreichen nur seine Traurigkeit.
Er sieht traurig aus, enttäuscht von seinem Leben. Selten lächelt er. Doch dann dringt das Strahlen durch den zotteligen Bart bis in seine Augen.
Im Sommer sitzt er meistens in Hauseingängen an belebten Plätzen. Es scheint fast, dass er versucht seine Traurigkeit mit der Freude anderer Menschen für kleine Augenblicke zu vergessen. Still sitzt er da und beobachtet. Er spricht niemanden an, bettelt nicht, will nur zusehen dürfen. Will durch das Zusehen ein Teil dieses fröhlichen unbeschwerten Lebens werden, wenn auch nur für wenige Augenblicke.
Er ist bekannt, er gehört dazu und er wird versorgt. Verspürt er Hunger, dann geht er zu Dios Taverne. Dort wird er wie ein guter Freund begrüßt. Höflich fragt er, ob er sich auch setzen darf. Seine Stimme ist für so einen großen Mann sehr hoch und leisen. Lächelnd wird er zu einem Platz geschickt. Man sieht ihm an, dass er sich hier geborgen fühlt, fast wie ein zu Hause. Und ganz kurz lächelt er.
Freitag, 22. Januar 2010
Welten
An solchen ungestümen Tagen trifft man plötzlich wildfremde Menschen, bei denen man das Gefühlt hat, dass sie verstehen, mehr verstehen als so mancher nahe Mensch.
Die Geschichten sind sich verblüffend ähnlich und das Ziel ist das selbe.
Der kleine Warteraum wird plötzlich zur ganzen Welt, die sich öffnet und versteht.Die aber auch beschützt, vor dummen verletzenden Ratschlägen, die nicht hinein gelangen.
Es herrscht eine Offenheit, die beeindruckt und hilft. Sie hilft gegen die ganze verständnislose Welt draußen.
Sie rüstet einen auf, damit man den Schritt in die andere Welt überlebt und nicht kampflos aufgibt.
Sie hilft nicht zu verzweifeln, an dem gemeinsamen Ziel.
Es ist beruhigend und tröstlich zu wissen, dass es anderen Menschen ähnlich geht.
Und der Weg wird dann nur noch ein bisschen steinig, denn man geht gemeinsam!
Die Geschichten sind sich verblüffend ähnlich und das Ziel ist das selbe.
Der kleine Warteraum wird plötzlich zur ganzen Welt, die sich öffnet und versteht.Die aber auch beschützt, vor dummen verletzenden Ratschlägen, die nicht hinein gelangen.
Es herrscht eine Offenheit, die beeindruckt und hilft. Sie hilft gegen die ganze verständnislose Welt draußen.
Sie rüstet einen auf, damit man den Schritt in die andere Welt überlebt und nicht kampflos aufgibt.
Sie hilft nicht zu verzweifeln, an dem gemeinsamen Ziel.
Es ist beruhigend und tröstlich zu wissen, dass es anderen Menschen ähnlich geht.
Und der Weg wird dann nur noch ein bisschen steinig, denn man geht gemeinsam!
Montag, 18. Januar 2010
Nachtrag
Da ist aber so einiges schief gelaufen!
Herr L. sitz jetzt in seinem Büro und fällt vor Lachen bald vom Stuhl.
Sie können sich sicherlich denken warum!
Er amüsiert sich über mich!
Nicht, dass ich ihm seine Erheiterung nicht gönne, nein, sicher gönne ich sie ihm, aber er lacht über meine schlechte Laune!
Und mein Vater ruft gerade ganz aufgeregt an und fahndet lautstark nach seinem entgangenen Telefonanruf.
Das ist nicht mein Tag!
Herr L. sitz jetzt in seinem Büro und fällt vor Lachen bald vom Stuhl.
Sie können sich sicherlich denken warum!
Er amüsiert sich über mich!
Nicht, dass ich ihm seine Erheiterung nicht gönne, nein, sicher gönne ich sie ihm, aber er lacht über meine schlechte Laune!
Und mein Vater ruft gerade ganz aufgeregt an und fahndet lautstark nach seinem entgangenen Telefonanruf.
Das ist nicht mein Tag!
Das ist wieder nicht mein Tag...
Kann man dauerhaft schlecht gelaunt sein?
Ich gehe mir gerade gehörig selbst auf die Nerven!
Alles finde ich schrecklich und furchtbar!
Mir ist irgendwie der Spass und die Leichtigkeit am Leben verloren gegangen.
Falls sie jemand findet, bitte bei mir abgeben!
Sie werden sehnlichst erwartet und schmerzlichst vermisst.
In der Zwischenzeit, bis sie wieder auftauchen, werde ich weiter meine Umwelt tyrannisieren.
Mein alter Chef sagte immer, ich wäre schlimmer als Al Kaida.
Ich gehe mir jetzt ein bisschen Spass suchen....
Ich gehe mir gerade gehörig selbst auf die Nerven!
Alles finde ich schrecklich und furchtbar!
Mir ist irgendwie der Spass und die Leichtigkeit am Leben verloren gegangen.
Falls sie jemand findet, bitte bei mir abgeben!
Sie werden sehnlichst erwartet und schmerzlichst vermisst.
In der Zwischenzeit, bis sie wieder auftauchen, werde ich weiter meine Umwelt tyrannisieren.
Mein alter Chef sagte immer, ich wäre schlimmer als Al Kaida.
Ich gehe mir jetzt ein bisschen Spass suchen....
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